Donnerstag, Dezember 15, 2016

Besuch eines Nomadenhauses in Mhamid

Bevor unser Trekking nun losgeht, konnten wir das Haus der Nomaden besichtigen. Es ist ein typisches Lehmhaus mit zwei Geschossen, Dachterrasse und einem gedeckten Innenhof. Dicke Mauern und schilfgedeckte Lehmdächer halten Haus und Innenhof auch im Sommer angenehm kühl, da die Aussentemperaturen hier bis zu 60 Grad Celsius betragen können. Zurzeit sind es tagsüber 25 Grad und nachts ungefähr zehn Grad Celsius; im Winter können die Nachttemperatur auf null Grad fallen. Wie bei den meisten Nomadenhäusern gibt es nur eine Eingangstüre und kaum weitere Fenster nach draussen. Im Innenhof herrschte angenehmes, gedämpftes Licht, das von seitlich oben einfiel. In die Schlafgemächer konnten wir natürlich nicht besichtigen, dafür jedoch in andere Seitenräume, wo Gegenstände des Alltags, der Arbeit und Schmuck ausgestellt sind. Es sind eindrückliche Zeugen einer Berberkultur, die traditionelle Arbeitsgeräte und farbenfrohe Feste kennen.
.

Labels: , , , , , , , , , , , , ,

Samstag, Dezember 04, 2010

Vigevano


Vigevano liegt zwischen Mortara und Milano unweit des Flusses "Ticino". Auf den Strassenkarten wird diese Stadt mit ihren 80'000 Einwohnern als nichts besonderes gekennzeichnet, aber deren Altstadt und das Schloss sind von aussergewöhnlich schöner Planung und Gestaltung! Das Schloss wurde zuerst von den "Visconti" aufgebaut und später von den "Sforza" 1494 fertiggestellt. Von seiner Grösse her, ist es eine der grössten Befestigungsanlagen Europas. Berühmte Künstler wie Leonardo da Vinci und Bramante haben geplant und mitgewirkt, denn es war die Residenz der Herzoge von Mailand.
Einerseits ist der Schlosshof und die umgebenden Gebäude und Paläste riesig - zwar heute etwas in vernchlässigtem Zustand - andererseits ist die "strada coperta", der gedeckte Weg, der vom Hauptpalast wegführt nach Südosten, eindrücklich, monumental und lang.



Am meisten hat mich die "piazza ducale" beeindruckt: es ist einer der ersten rechtecktigen Renaissanceplätze, denen das römische Forum als Vorbild diente. Sie ist 134 Meter lang und 48 Meter breit, auf drei Seiten umgeben von Fassaden mit Säulengängen und die vierte Seite ist die Domfassade aus dem Barock.



Zwar war an diesem Novembernachmittag das Wetter sonnig, jedoch nicht mehr warm, so dass ich für ein Eis ein "caffè" aufsuchen musste. Aber es hatte richtig italienischem Charme samt sprödem Kellner...


Labels: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Donnerstag, Dezember 02, 2010

Mortara


Unweit, etwa fünfundzwanzig Kilometer von Casale Monferrato entfernt in Richtung Milano, liegt die lombardische Stadt Mortara. Man durchfährt grosszügige Reisfelder, die im November natürlich längst abgeerntet sind. Von weitem sieht man dann eine Rauchwolke resp. Dampfsäule eines Kraftwerks und durchquert eine kurze Industriezone. Auf der Höhe des Bahnhofs liegt rechts davon die Altstadt.


Sehenswert ist deren Kern mit der Abfolge einer Backsteinkirche, davorliegendem Kirchplatz, Municipio (Stadtverwaltung) und dem Stadtplatz. Im Winter sind die Plätze fast totgefegt, einzig eine Kunsteisbahn ist vor dem Municipio aufgebaut. Zwei ältere Frauen, die die Hauptkirche "San Lorenzo" der Stadt putzen kamen, hatten die Freundlichkeit, mich einzulassen, extra zusätzliches Licht zu machen und mit Stolz "ihre" bedeutungsvolle Kirche zu präsentieren. Es ist eine frühgotische Kirche, die 1375-80 in Backstein erbaut wurde.


Ausserhalb der Stadt in Richtung Milano liegt der monumentale und riesige Friedhof aus dem 19. Jahrhundert, der im romanischen Stil zur Zeit des Historismus erbaut wurde und immer noch vollständig intakt ist, genutzt und gepflegt wird.


Labels: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, Mai 23, 2010

Post Locarno




Nicht mehr ganz neu, aber immer noch prägnant im Stadtbild ist die Hauptpost in Locarno. Ein imposanter Bau aus den Neunzigerjahren des Architekten Livio Vacchini, der vor wenigen Jahren verstorben ist. Im Aeussern ist das Gebäude grösstenteils verspiegelt, im Innern mit hohen, überdeckten Lichthöfen. Dort befindet sich auch im Erdgeschoss die Schalterhalle der Post und in den Obergeschossen die Büros weiterer Firmen.



Labels: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Donnerstag, Mai 13, 2010

Gebäude der kantonalen Verwaltung Locarno




Gleich neben der "Ferreria" liegt ein neues, relativ grosses Verwaltungsgebäude des Kantons Tessin. Wer in der Region etwas mit Steuern zu tun hat, muss hier ein und aus gehen... Bereits die Fassaden, die in eingefärbtem Beton und dunkelbraunem Stahlblech gehalten sind, sind ansprechend gestaltet. Das Innere besticht durch eine Art überdachten Innenhof, der sich grosszügig über alle Geschosse erstreckt. Er ist flankiert von einer geraden, einläufigen Treppe und offenen Korridoren. Hier ist vieles in Weiss gehalten, das das Tageslicht schön reflektiert, einen grosszügigen Leerraum erzeugt und die eingestülpten Volumen wie Skulpturen betont.



Labels: , , , , , , , , , , , , , ,

Montag, Mai 10, 2010

Ferreria Locarno




Locarno und seine Umgebung haben sowohl von der Natur her, als auch sozial, kulturell und baulich einiges zu bieten. Ein Highlihgt der neueren Architektur ist bestimmt die "Ferreria", ein Geschäftshaus im Zentrum, das von den Architekten Livio Vacchini und Silvia Gmür geplant wurde und vor wenigen Jahren erbaut wurde. Ferreria heisst das Gebäude, weil es ein Stahlskelettbau ist mit einer eindrücklichen, etwas wuchtigen Rasterfassade aus dunkel gefärbtem Stahl. Das Schöne und Grossartige an dieser Architektur ist, dass sie viel luftige Zwischenräume schafft und bei Sonnenschein fantastische Schatten wirft.







Der gerahmte und überdachte Innenhof hat einen knallgelben Kunststoffboden, auf dem sich die Schatten der Fassadenkonstruktion brechen

Labels: , , , , , , , , , , , , , ,

Sonntag, Mai 09, 2010

Autobahnraststätte Gotthard-Nord



An einem Tag wie heute habe ich wieder mal Zeit, meinen Blog zu füttern. Und ich möchte einige Fotos von einem meiner Lieblingsorte veröffentlichen, von der Autobahnraststätte Gotthard-Nord. Nicht dass mir Autobahnen und Raststätten an sich sehr gefallen würden, aber weil es dort zwei aussergewöhnliche Gebäude gibt: die in sich gekehrte Autobahnkapelle und eine neue, lichtdurchflutete Raststätte. Hier einige Bilder davon. Ueberzeugt euch selbst vor Ort, ob es sich lohnen würde, den Blinker dort zu stellen und ein wenig zu verweilen...







Jesus aber rief laut aus und sprach: "Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, sieht den,d er mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. (Johannesevangelium 12,44-46)

Labels: , , , , , , , , , , , , , , ,

Donnerstag, November 26, 2009

Paris en nuit

Und dann um 18h war es so weit: Glanz und Gloria auf dem Eiffelturm


Vom Eiffelturm mit freier Sicht in Richtung Westen


Auf dem Eiffelturm mit Blick zur Seine und zum Sacre Coeur


Nahe des Sacre Coeur gibt es einen quadratischen Platz begrenzt von Strassencafés und belebt von Künstlern, Touristen und Bäumen


Die monumentale und blendend weisse Kirche Sacre Coeur von hinten


Vom Sacre Coeur runter ins Quartier, wo sich links unser Hotel befand


Jedes Jahr unternehmen wir mit unseren Mitarbeitenden der Casa Moscia eine Saisonschlussreise. Dieses Jahr führte sie uns wieder einmal nach Paris. Mitte November war es soweit: wir reisten per Eisenbahn nach Basel, dort stiegen wir in den TGV um, der uns nach Paris Gare de l'Est brachte. Dann stiegen wir um in die Metro, nach drei Stationen waren wir im Quartier "Montmartre", wo wir ein einfaches, ruhiges Hotel beziehen konnten. Es befand nur einige Gehminuten von der Sacre Coeur-Kirche entfernt. Dank meist mildem, trockenem Herbstwetter konnten wir die Atmosphäre dieser Stadt der Künste oft im Freien geniessen, gerade auch abends und nachts. Einige Eindrücke davon:

Labels: , , , , , , , , , , ,