Donnerstag, Dezember 15, 2016

Besuch eines Nomadenhauses in Mhamid

Bevor unser Trekking nun losgeht, konnten wir das Haus der Nomaden besichtigen. Es ist ein typisches Lehmhaus mit zwei Geschossen, Dachterrasse und einem gedeckten Innenhof. Dicke Mauern und schilfgedeckte Lehmdächer halten Haus und Innenhof auch im Sommer angenehm kühl, da die Aussentemperaturen hier bis zu 60 Grad Celsius betragen können. Zurzeit sind es tagsüber 25 Grad und nachts ungefähr zehn Grad Celsius; im Winter können die Nachttemperatur auf null Grad fallen. Wie bei den meisten Nomadenhäusern gibt es nur eine Eingangstüre und kaum weitere Fenster nach draussen. Im Innenhof herrschte angenehmes, gedämpftes Licht, das von seitlich oben einfiel. In die Schlafgemächer konnten wir natürlich nicht besichtigen, dafür jedoch in andere Seitenräume, wo Gegenstände des Alltags, der Arbeit und Schmuck ausgestellt sind. Es sind eindrückliche Zeugen einer Berberkultur, die traditionelle Arbeitsgeräte und farbenfrohe Feste kennen.
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Samstag, November 19, 2011

Wien, wie es pulsiert





Die Mitarbeiterreise der Casa Moscia führte uns dieses Jahr im November nach Wien. Mit dem Nachtzug "Wienerwalzer" fuhren wir von Zürich nach Wien-Westbahnhof. Unweit im empfehlenswerten Hotel Anatol an der Webgasse im Mariahilferquartier fanden wir eine angenehme, grosszügige Absteige. Anfangs noch neblig, doch von Tag zu Tag sonniger präsentierte sich das Novemberwetter von seiner besten Seite. Und Wien ist nun wirklich reich an Geschichte und Kultur, mit vielen Sehenswürdigkeiten, Museen und Kaffeehäusern ausgestattet und von netten, liebenswürdigen Menschen bewohnt. Aufgefallen ist mir erneut die starke Verquickung von katholischer Kirche und kaiserlicher Macht. Besonders eindrücklich für mich waren der Aufstieg in die Kuppel der Karlskirche, wo man sonst nicht hinkommt, und der Spaziergang über die Donauinsel bei der UNO-City bei strahlendem Sonnenschein.



Kapelle mit eindrücklichem Lichteinfall neben der UNO-City

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Samstag, Januar 01, 2011

Ghiffa und sein Sacro Monte


Ghiffa liegt am oberen Teil des Lago Maggiore zwischen Cannero und Intra. Eigentlich ein unbedeutendes Strassendorf am See, aber der Sacro Monte liegt einige Hundert Meter oberhalb auf einer natürlichen Terrasse umgeben von Kastanienwäldern. Bei meinem Besuch hatte es sehr wenige Besucher, vielleicht auch deshalb weil er etwas abseits wichtiger Städte, Verkehrswege und Touristenströme liegt. Aber er ist sehr schön gestaltet und gepflegt, ohne überladen und übertrieben zu wirken.

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Samstag, Dezember 04, 2010

Vigevano


Vigevano liegt zwischen Mortara und Milano unweit des Flusses "Ticino". Auf den Strassenkarten wird diese Stadt mit ihren 80'000 Einwohnern als nichts besonderes gekennzeichnet, aber deren Altstadt und das Schloss sind von aussergewöhnlich schöner Planung und Gestaltung! Das Schloss wurde zuerst von den "Visconti" aufgebaut und später von den "Sforza" 1494 fertiggestellt. Von seiner Grösse her, ist es eine der grössten Befestigungsanlagen Europas. Berühmte Künstler wie Leonardo da Vinci und Bramante haben geplant und mitgewirkt, denn es war die Residenz der Herzoge von Mailand.
Einerseits ist der Schlosshof und die umgebenden Gebäude und Paläste riesig - zwar heute etwas in vernchlässigtem Zustand - andererseits ist die "strada coperta", der gedeckte Weg, der vom Hauptpalast wegführt nach Südosten, eindrücklich, monumental und lang.



Am meisten hat mich die "piazza ducale" beeindruckt: es ist einer der ersten rechtecktigen Renaissanceplätze, denen das römische Forum als Vorbild diente. Sie ist 134 Meter lang und 48 Meter breit, auf drei Seiten umgeben von Fassaden mit Säulengängen und die vierte Seite ist die Domfassade aus dem Barock.



Zwar war an diesem Novembernachmittag das Wetter sonnig, jedoch nicht mehr warm, so dass ich für ein Eis ein "caffè" aufsuchen musste. Aber es hatte richtig italienischem Charme samt sprödem Kellner...


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Donnerstag, Dezember 02, 2010

Mortara


Unweit, etwa fünfundzwanzig Kilometer von Casale Monferrato entfernt in Richtung Milano, liegt die lombardische Stadt Mortara. Man durchfährt grosszügige Reisfelder, die im November natürlich längst abgeerntet sind. Von weitem sieht man dann eine Rauchwolke resp. Dampfsäule eines Kraftwerks und durchquert eine kurze Industriezone. Auf der Höhe des Bahnhofs liegt rechts davon die Altstadt.


Sehenswert ist deren Kern mit der Abfolge einer Backsteinkirche, davorliegendem Kirchplatz, Municipio (Stadtverwaltung) und dem Stadtplatz. Im Winter sind die Plätze fast totgefegt, einzig eine Kunsteisbahn ist vor dem Municipio aufgebaut. Zwei ältere Frauen, die die Hauptkirche "San Lorenzo" der Stadt putzen kamen, hatten die Freundlichkeit, mich einzulassen, extra zusätzliches Licht zu machen und mit Stolz "ihre" bedeutungsvolle Kirche zu präsentieren. Es ist eine frühgotische Kirche, die 1375-80 in Backstein erbaut wurde.


Ausserhalb der Stadt in Richtung Milano liegt der monumentale und riesige Friedhof aus dem 19. Jahrhundert, der im romanischen Stil zur Zeit des Historismus erbaut wurde und immer noch vollständig intakt ist, genutzt und gepflegt wird.


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Sonntag, Mai 23, 2010

Feuerwehr Locarno


Nicht so zentral und etwas mehr an der Peripherie von Locarno gelegen ist die Feuerwehr der Region. Sie ist in einem von Livio Vacchini geplanten Gebäude. Leider ist das Innere etwas schwieriger zu fotografieren, so gibt es hier nur Aussenaufnahmen. Auffallend gestaltet ist da der gläserne Sonnenschutz nach Osten und Westen.





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Post Locarno




Nicht mehr ganz neu, aber immer noch prägnant im Stadtbild ist die Hauptpost in Locarno. Ein imposanter Bau aus den Neunzigerjahren des Architekten Livio Vacchini, der vor wenigen Jahren verstorben ist. Im Aeussern ist das Gebäude grösstenteils verspiegelt, im Innern mit hohen, überdeckten Lichthöfen. Dort befindet sich auch im Erdgeschoss die Schalterhalle der Post und in den Obergeschossen die Büros weiterer Firmen.



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Montag, Mai 17, 2010

Hotel Ibis Locarno




Nicht dass ich Werbung machen möchte für eine Hotelkette, aber das neue Hotel Ibis in Locarno ist trotzdem einen Blick oder einen Besuch wert. Bereits auffällig ist das plaktative Aeussere in Schwarz-Weiss. Betritt man dann das Innere durch eine niedrige gläserne Schiebetüre, empfängt einen eine grosszügig verglaste und hohe Lobby mit einer hineingestellten hellgrünen Réceptionsbox. Hier wird man freundlich bedient, kann in aller Ruhe Kaffee trinken und Zeitung lesen...



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Donnerstag, Mai 13, 2010

Gebäude der kantonalen Verwaltung Locarno




Gleich neben der "Ferreria" liegt ein neues, relativ grosses Verwaltungsgebäude des Kantons Tessin. Wer in der Region etwas mit Steuern zu tun hat, muss hier ein und aus gehen... Bereits die Fassaden, die in eingefärbtem Beton und dunkelbraunem Stahlblech gehalten sind, sind ansprechend gestaltet. Das Innere besticht durch eine Art überdachten Innenhof, der sich grosszügig über alle Geschosse erstreckt. Er ist flankiert von einer geraden, einläufigen Treppe und offenen Korridoren. Hier ist vieles in Weiss gehalten, das das Tageslicht schön reflektiert, einen grosszügigen Leerraum erzeugt und die eingestülpten Volumen wie Skulpturen betont.



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Montag, Mai 10, 2010

Ferreria Locarno




Locarno und seine Umgebung haben sowohl von der Natur her, als auch sozial, kulturell und baulich einiges zu bieten. Ein Highlihgt der neueren Architektur ist bestimmt die "Ferreria", ein Geschäftshaus im Zentrum, das von den Architekten Livio Vacchini und Silvia Gmür geplant wurde und vor wenigen Jahren erbaut wurde. Ferreria heisst das Gebäude, weil es ein Stahlskelettbau ist mit einer eindrücklichen, etwas wuchtigen Rasterfassade aus dunkel gefärbtem Stahl. Das Schöne und Grossartige an dieser Architektur ist, dass sie viel luftige Zwischenräume schafft und bei Sonnenschein fantastische Schatten wirft.







Der gerahmte und überdachte Innenhof hat einen knallgelben Kunststoffboden, auf dem sich die Schatten der Fassadenkonstruktion brechen

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