Sonntag, September 30, 2012

Unsere Notlösungsstrategien

Heute habe ich bei Hans Neidhardt kurze, treffende Schilderungen zum Enneagramm gefunden. Er spricht davon, dass wir alle Notlösungsstrategien entwickelt haben, die dem erfüllten Leben abträglich sind. 3, 6 und 9 sind dabei blockiert in ihrer Lebenskraft; 2, 5 und 8 übertreiben ihre zurecht gelegte einseitige Strategie und 1, 4 und 7 sind abgelenkt und verzerrt in ihrem Fühlen, Denken und Tun. . . . . . . . . . . . Hier in Kurzform nochmals die falschen Ideale, Fixierungen und Strategien, die sich die einzelnen neun Muster zurecht gelegt und verinnerlicht haben und nach denen sie leben: 2: Stolz: Ich bin selbstlos, aber ich werde gebraucht! 3: Täuschung: Ich bin so, wie ich auf andere wirke! 4: Neid: Andere haben es einfach besser als ich! 5: Geiz: Ich bin geizig mit Kontakt, Nähe und Teilen, deshalb sammle ich Beobachtungen und Wissen! 6: Zweifel: Ich bin unsicher und halte Ausschau nach Gefahren! 7: Gier: Ich bin optimistisch und lechze nach neuen, positiven Erlebnissen und Erfahrungen! 8: Lust: Ich bin stark und habe Lust an Auseinandersetzung, Positionierung und Macht! 9: Trägheit: Ich bin nicht so wichtig und verliere mich in Unwesentlichem! 1: Zorn: Ich bin wertend und muss ständig meinem "Ueberich" antworten! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bei allen Muster gilt: Wir sind nicht mehr zwingend diesen falschen Idealen ausgeliefert, denn Befreiung ist durch Jesus Christus geschehen, die beansprucht werden kann!

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Dienstag, März 01, 2011

Gott der Liebe - Geist der Wahrheit

Im Moment lese ich gerade ein etwas unbekannteres Buch "Sturm und Sonne" von Henri Boulad, einem Franzosen, der in Aegypten lebt. Er ist erstaunt über die Verkopfung und den "Szientismus" der bei uns herrscht und hält uns Europäern einen Spiegel vor.
Gleich zu Beginn kommt ein Gebet vor, das er von einer alten Frau erhalten hatte, das ich mir leicht abgeändert aufgeschrieben habe:


Gott der Liebe – Geist der Wahrheit, du bist unfassbar, aber du bist!
Allwissend, allgegenwärtig und allmächtig nach deinen Plänen.
Du sprichst zu mir: Sei still; erkenne, dass ich Gott bin, dein Geist der Wahrheit in dir!
Geschenk Gott – unsere Antenne:
Alles, was wahrhaftig ist in mir, das bist du! Alles, was heil ist in mir, das bist du!
Durchblute und weite meine Gefässe und gib dem treuen Herzmuskel Kraft!
Ich danke dir für mein Leben und deinen Schutz, so wie es war, so sollte es sein.
Ich habe gesündigt in allen Bereichen und viel Notwendiges Gut-Tun unterlassen.
Wenn du kannst, so mache mich rein, schenke mir diese Gnade!
Gestalte das Verhältnis mit meinen Nächsten harmonisch,
gib ihnen und mir Erkenntnis und Liebeskraft;
Lass mich gerecht sein mit ihnen und mit mir selbst.
Verleihe mir wahre Gedanken mit Einsichten ohne Ausreden und sei es im Unterbewussten.
Denn sie nisten sich leicht ein aus Bequemlichkeit und aus Eigenliebe.
Geist der Wahrheit in mir, wirke in mir immerdar,
wirke mit mir in allen meinen Wünschen.
Vor allem schenke mir Liebeskraft, Güte und Geduld!

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Dienstag, Oktober 17, 2006

Aspekte der Grundmuster 8+9

Grundmuster 8: Boss, Führer, Kämpfer, Krieger, Starker
· Programm: Selbstgerechtigkeit und Arroganz (Naranjo: sadistischer Charakter und die Wollust)
· Liebt Selbständigkeit, Führungsqualitäten, Verantwortung, Grösse, Macht und Idee der Gerechtigkeit
· Hang zu Konfrontation, Schonungslosigkeit, Aggression, Dominanz, Bestrafung, Widerstand, Rebellion
· Prangert Ungerechtigkeit, Verlogenheit und Egoismus an
· „Die Welt ist ein ungerechter Ort. Ich verteidige die Unschuldigen. Gut, dass ich stark bin“ Helen Palmer
· Sprachstil: Streitgespräch, holzschnittartige und „schwarz-weiss“-Argumentation, Klarheit, Arroganz, Bevormundung
· Biblische Referenzen: Lamech (Rache), „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, Deborah, Jael, David, Simson (Richter 4-16), „Er stösst die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen“ (Lk 1,15), „Donnersöhne“, die Zebedaiden, Jakobus (Mk 3,17 & Lk 9,52 rachsüchtige Vergeltung), Santiago, Spanien
· Integration: nicht Widerstand leisten (Mt 5,38), Diener werden (Mt 20,25-28), Mitgefühl, Einfühlungsvermögen und Gemeinsamkeiten entwickeln, Kompromisse und Gemeinschaft eingehen

Grundmuster 9: Bewahrer, Friedliebender, Ursprünglicher, Vermittler
· Programm: Friedfertigkeit und träge Unschlüssigkeit (Naranjo: psychospirituelle Trägheit und übertriebene Anpassung)
· Liebt Harmonie, Geselligkeit, Frieden, Versöhnung, Ruhen in sich selbst, nichtdirektive Gesprächsführung (Rogers) und „ich weiss, dass ich von dir nichts weiss“
· Hat Schwierigkeiten, den eigenen Standpunkt zu definieren infolge Symbiose, Fortsetzung Mutterbeziehung, Störung der Ich-Grenzen, Verschmelzung mit dem Partner und eigene Ziele zu erreichen wegen mangelndem Ehrgeiz
· Lebt aus zweiter Hand: vergessen, vermeiden, verpassen, versäumen, verschlafen, verzögern; Vernachlässigung des eigenen, tiefen Selbst, vergräbt Schätze
· Sprachstil: Saga, breit, episch, behutsam, plätschernd, detailverloren, langweilig, romanhaft, weitschweifig, stereotyp, scherzhaft
· Biblische Figur: Jona, der im Schiff in den Tiefschlaf fällt und wartend unter dem Baum sitzt
· Gabe: geistesgegenwärtiges Dasein und Hingabe (Riso)
· Integration: wahrer Friede kommt erst nach Konfrontation (Mt 10,34); Prioritäten setzen und überprüfen; kämpfen lernen, Tat: „Anders werden durch Reifung statt Sein“

Das Schlusswort des Buches von Michael Schulz ist das Motto der Münsterschwarzacher Mönche: „Du hast mehr Möglichkeiten, als du denkst; ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, die Gott mit dir hat.“ Dem ist nichts anzufügen!

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