Sonntag, Oktober 05, 2014

Hotel der Zukunft

Als Hotelier interessieren mich auch Entwicklungen und Trends in unserer Branche. So bin ich auf das informative und überzeugende Papier „Hotel der Zukunft“ auf der folgenden Homepage gestossen: https://www.hotelleriesuisse.ch/files/pdf6/Hotel_der_Zukunft._Die_wichtigsten_Chancenmaerkte_der_oesterreichischen_Hotellerie_2009.pdf · Hotel als „Hotspot“ und temporäre Heimat: Arbeit und Freizeit vermischen sich zunehmend, so dass nicht mehr wichtig ist, ob jemand geschäftlich oder privat unterwegs ist, sondern dass diese Person sich im Moment an einem bestimmten Ort und Umfeld wohl fühlt (und wieder dorthin kommen will) · Erlebnis- und Lebensqualität: Zeit gilt heute und morgen mehr als Luxus als materielle Werte. Hotels mit Charme und stimmiger Atmosphäre werden mehr gefragt sein als anonyme, beliebig austauschbare Angebote, die keinen einmaligen und nachhaltigen Eindruck hinterlassen können · Gesundes Selbst und Selfness: Auszeiten und Zeiten der begleiteten Selbstreflexion werden stärker nachgefragte Reiseformate. Dazu braucht es aber angepasste Räumlichkeiten und Einrichtungen und vor allem Gastgeber und Mitarbeitende, die auf solche Kunden individuell und positiv eingehen können · Hotel wird zur Destination: Angebote und Design werden bestimmender als Geografie und Ort. Deshalb wird ein attraktiver Marktauftritt und eine ehrliche Kommunikation so bedeutungsvoll · Reisen beginnt vor dem Aufenthalt: Eigene Informationsbeschaffung, Austausch mit andern Usern und Vergleichsmöglichkeiten sind üblich geworden. Das beeinflusst kundenorientiertes Marketing und transparente Information und Kommunikation von Hotels und andern Anbietern enorm · Bewusste Nische statt anonyme Masse: Kunden und Reisende erwarten, dass ihre individuellen Bedürfnisse ernstgenommen und erfüllt werden; dafür reichen standardisierte und kategorisierte Angebote oft nicht mehr aus. Sie sind zwar die Basis für ein gutes Angebot, brauchen jedoch zusätzlich unterstützende Dienstleistungen (Support) und emotionale Zuwendung (Emotion, „Love“) Fragen zu den Thesen „Hotels der Zukunft“: · Stimme ich diesen sechs Thesen zu? · Wenn ja, warum und in welcher Gewichtung und Priorität? · Wenn nein, warum und habe ich alternative Vorschläge und Thesen?
Zeitgemässes Stadthotel in Leipzig

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Sonntag, September 22, 2013

Erfahrungen und Einsichten einiger USA-Wochen

Ein unglaublich vielfältiges Land, sowohl in geografischer, kultureller, sozialer, wirtschaftlicher und geistlicher Hinsicht. Noch immer ist die christliche Prägung, die sich in Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Interesse an fremden Personen zeigt, deutlich spürbar. Aber ich habe das Gefühl, dass sie etwas abnimmt, besonders in den Grossstädten der Ost- und Westküste. Da empfand ich mehr ein säkulares Klima wie bei uns. New York hat mich vor allem durch seine Multikulturalität, Grösse, Potenz und Geschwindigkeit beeindruckt. Das kommt auch in vielen Kirchen zum Ausdruck. Wir waren einmal in den Queens in einer mittelgrossen Gemeinde "new life Fellowship", wo Weisse, Hispanics, Asiaten und Schwarze eindrucksvoll gemeinsam Gottesdienst feierten und Gemeinschaft pflegten. Chicago war für mich "the real America" im Guten und im Schlechten: selbstbewusst, grosszügig, gastfreundlich, aber leider auch verschwenderisch. Die Nationalparks in Wyoming, Utah, Arizona und in Kalifornien sind von grandioser Schönheit und stiller Erhabenheit und laden zum Staunen ein. Kalifornien nimmt vermutlich vieles vorweg, was später in der ganzen Welt auftauchen wird: vom Computer, Internet und Handys bis zur Körperbetontheit, coolem Lebensstil und den fast unbegrenzten Möglichkeiten "anything goes". In diesem hippen, "easy going" Klima besuchten wir auch eine Gemeinde, die Vintage Faith Church in Santa Cruz. Eine eher jüngere, kunterbunte Gemeinschaft und Team um den 40jährigen Kreativ- und Querkopf Dan Kimball. Sie wird im weiteren Sinn zu der "Emerging Church"-Bewegung gezählt. Das sind Gemeinden, die die Menschen in der Postmoderne erreichen wollen mit etwas anderen Ansätzen und Formen: Weg von Masse und Konsum ("McChurch") hin zu mehr Einfachheit, Echtheit, Kreativität und Gemeinschaft. Kimball hat auch mehrere Bücher geschrieben, sein letztes habe ich gekauft. Es heisst "Adventures in Churchland. Finding Jesus in the mess of organized religion" und ist auch schön gestaltet und gut strukturiert. Es ist mein erstes Buch, das ich in Englisch lese, und ich bin begeistert, wie er seine Geschichte präzise entfaltet und die fragwürdige Subkultur vieler evangelikaler Gemeinden aufzeigt. Sein Ziel ist "graceland", eine Gemeinschaft, wo wirklich Gnade herrscht und auch Aussenseiter und Kirchenferne sie erfahren können.

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Mittwoch, Mai 09, 2007

Kooperationsfähigkeit als Schlüsselqualifikation

Die Produktivität der menschlichen Arbeit wird bedingt durch Arbeitsteilung, Zusammenarbeit und Einsatzbereitschaft. Hier ist die Qualität des Verhaltens entscheidend (Seite 148). Basisinnovationen sind erfolgreich, wenn
· Technologien vernetzt sind
· Wertschöpfungskette gebildet wird
· Bedarfsfeld der Gesellschaft erschlossen wird
· Gesellschaft reorganisiert wird

Auf den Seiten 148-185, wo es um Kooperationsfähigkeit als Schlüsselqualifikation der Unternehmenskultur geht, sind folgende markigen Sätze enthalten:
· Kreativität ist heute fast immer ein kooperatives Phänomen...
· Betriebe sind sozio-technische Systeme...
· Information ist Beziehung und Unterschied
· Materie und Energie... sind Verwirklichungen von Informationen
· Eine tolerante Atmosphäre gegenüber Schwächen und Fehlern ist Voraussetzung für die volle Entfaltung von Kreativität und Risikobereitschaft...
· Standardisierte Formen der Konfliktbewältigung sollten eingeführt werden
· Unternehmen können auf Dauer nur gedeihen, wenn auch das soziale Umfeld entsprechend gesund ist

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