Sonntag, Januar 24, 2010

Einige Aspekte des Wiederauflebens der Vergangenheit in der Neuzeit (S. 239-249)

Im 19. Jahrhundert brach der wissbegierige Westen wie ein begeisternde und befruchtende Flut über den alten Orient herein. Das zeigte sich mit:
· westlichem Schulwesen
· moderner Medizin
· Geografischen Karten
· Eisenbahn und Industrialisierung


Die Vielfalt der Kulturen, die nationalen Unterschiede und die Bedingtheit der Werte wurden dabei stärker wahrgenommen. Das führte zum Machtzerfall im Orient, Demokratie und zu den universellen Menschenrechten, aber auch zur Kolonisation durch den Westen. Europa wollte Emanzipation, Rechtsgleichheit und Laizismus in die islamische Welt bringen. Mit dem Rückzug im 20. Jahrhundert verschwanden diese Werte weitgehend und ein antiwestlicher Islam breitete sich erneut aus. Das ist aber keine ganz neue Bewegung, denn sie ist gespeist vom Dschihad, geleitet von charismatischen religiösen Führern und eingebettet in den fortdauernden Strom der Geschichte. Koran und Scharia sollen wieder staatliche und rechtliche Grundlage sein, Umma soll wiederhergestellt und die Welt erobert werden! Es ist ein Kampf gegen Materialismus, Kolonialismus, Imperialismus, Zionismus und gegen Amerika, den grossen Satan! Dieser Dschihad gegen den Westen ist ein vielfältiger und mehrdimensionaler Kampf:
· Terrorismus
· Wirtschaftlicher Druck und Drohung, vor allem mit der Oelwaffe
· Psychologische Beeinflussung
· Geiselnahme und Flugzeugentführungen:
„Harbi“ (=Ungläubiger) kommt nur gegen Lösegeld oder im Gefangenenaustausch frei
Bat Ye’or stellt hier die Frage, ob wir mit unserer Antiterror-Infrastruktur in Europa nicht bereits in die Dhimmi-Phase eingetreten sind?

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