Samstag, September 16, 2006

Informationsarbeit

Kapitel 4: Die neuen Spielregeln im Management (Seite 245-272)
Künftig überleben nur jene Firmen am Markt, in denen Menschen produktiver mit Informationen umgehen
Seite 252: „Qualitativ hochwertige Informationsarbeit dagegen braucht viel Zeit, bringt aber dann auch mehr, als die investierte Zeit kostet. Diese Zeit nehmen wir uns aber nicht, weil sie als vertane Arbeitszeit gilt. Wir sollten daher die Wochenarbeitszeit erhöhen – und mit mehr Kollegengesprächen und Pausen füllen. Reflexion und Innehalten muss zur Arbeitszeit gehören.“
Seite 260: „Zu viele und zu grosse Konflikte nehmen zwar die Sicherheit, die für jede Art des Zusammenlebens notwendig ist. Arbeit braucht ein Mindestmass an Stabilität. Werden Konflikte aber nur als Störung empfunden, dann fehlt die Chance einer Weiterentwicklung, die in jedem Konflikt steckt. Wer nicht anfängt, sich um eine redliche Streitkultur zu kümmern, der wird vom Markt verschwinden. Denn nur wer eine innerbetriebliche Meinungsvielfalt ermöglicht, wird das gesamte Organisationswissen und die unterschiedlichen Sichtweisen für das Ueberleben des Betriebs nutzen. Im Christentum hat das – entgegen mancher heutiger, fundamentalistischer Auslegung – eine lange praxiserprobte Tradition: „In alten Orden wurden und werden wichtige Entscheidungen immer unter Beteiligung aller gefällt – im Rat der Brüder, dem Konvent-Kapitel, der gewissermassen wie ein Aufsichtsrat funktioniert“, erklärt Benediktinerpater Josef Kastner vom Kloster Ettal die Benediktinerregel.
Seite 266: Die Menschen sind keine Rädchen mehr in Organisationsmaschinen, sondern – im günstigen Fall – mehrfachqualifiziert, mobil, mitgestaltend und menschlich.
Die Mitarbeiter sind besser informiert und kompetenter, die fachliche Weisungsbefugnis der Manager hat an Bedeutung verloren. Teams übernehmen Verantwortung auf allen Ebenen von der Produktion bis zum Marketing. Der Informationsfluss läuft nicht ständig über den Chefschreibtisch, sondern direkt. Führung heisst nun, den Informationsfluss zu moderieren, die informationelle Wertschöpfung zu koordinieren, Sinn zu stiften, Neugier und Fantasie, Ziele und Visionen für die Gruppe zu vitalisieren, die Geister zu motivieren du nicht konsensfähige Fälle zu entscheiden. Doch diese nötigen, flacheren Strukturen funktionieren noch nicht richtig, weil sich die Menschen nicht so schnell ändern wie die formalen Organisationsstrukturen.
Seite 268: Im sechsten Kondratieff (d. h. im zukünftigen Aufschwung) ist es genau umgekehrt: Je höher die Position, umso entscheidender wird das Beziehungs-Management.
· Wir brauchen mehr Reflexion und Ruhe für kreative und produktive Informationsarbeit
· Wir spüren Konflikte auf und lösen sie
· Nicht der „Chef“, sondern die Wirklichkeit führt
· Wir investieren in die Gesundheit der Mitarbeiter (genügend Bewegung/Fitness und gesunde Ernährung)
· Wir entwickeln Gesundheitsprodukte

Kapitel 5: Was wir uns künftig ersparen könnten (Seite 273-294)
Die grössten Produktivitätsreserven liegen in der Ueberwindung destruktiver Verhaltensweisen
Seite 273: „Es sind die wachsenden Innenweltprobleme, die die Aussenweltprobleme verursachen (sinngemäss nach Hans Millendorfer)“
Seite 284: „Es gibt kein eigenes Glück. Zum Glück gehören immer auch die anderen und die eigene Umwelt.“
Seite 288: „Längst ist die überzogene Orientierung am Eigennutz für die Wirtschaft der Informationsgesellschaft zum grössten innerbetrieblichen Wachstumshemmnis geworden...“
· Familienarbeit und Kindererziehung aufwerten
· Fragwürdige öffentliche Wertevermittlung (Materialismus, Oekonomisierung) kritisch filtern und entgegentreten
· Positive Entwicklungen fördern, stärken und unterstützen

Kapitel 6: Der Weg aus der Zahlungsunfähigkeit (Seite 295-338)
Wie Gesundheits-Innovationen und gesunderhaltende Strukturen zum Wachstumsmotor werden
· Gesundheitssystem völlig reorganisieren: Krankenkassen zahlen (mehr) für Gesundheitserhaltung und Patienten beteiligen sich (höher) im Krankheitsfall
· Höhere Gesundheitsausgaben für Gesunderhaltung führen zu niedrigeren Lohnkosten und zu längerer, produktiverer Lebensarbeitszeit
· Marktdynamik zwischen Anbietern im Krankheitswesen verstärken
· Investition in neue Produkte und Dienstleistungen zur Gesunderhaltung
· Private Ausgaben für Gesunderhaltung steuerlich absetzbar machen
· Gesundheitssysteme öffnen für private Zuzahlung bei neuen, teuren medizinischen Verfahren, die die Krankenkassen nicht finanzieren (können)

Kapitel 7: Börsenausblick (Seite 339-352)
Immaterielle Faktoren entscheiden, welche Aktien künftig Gewinn abwerfen
· Geschäftsleitungen dürfen nicht mehr primär nach der Rendite beurteilt werden
· Sozialbilanz wird Teil der Gesamtbewertung (eines Unternehmens)
· Investitionen in Menschen (Bildung, Gesundheit, Beziehungen)

Kapitel 8: Wissen für die Zukunft (Seite 353-378)
Wie wir lernen, effizient mit Informationen umzugehen

Kapitel 9: Chancen und Perspektiven (Seite 379-421)
Welche Regionen der Welt in den nächsten 20 Jahren prosperieren werden
Seite 381: „Was in Zukunft zählt, ist Sozialkapital: Dazu gehören eine legitime Regierung, ein funktionierendes Rechts- und Sozialsystem, Vereine und Initiativen, Nachbarschaftshilfen, Familienqualität.“
Seite 383: „Je stärker der Einfluss der Religion auf das Denken der Menschen, desto weniger staatlicher Zwang ist nötig, um in einer Gesellschaft ein erwünschtes soziales Verhalten herbeizuführen... Mit ihrer Transzendenz produziert Religion Vertrauen effizienter als der Staat: Geschäftsleute, die nicht ständig Angst haben müssen, über den Tisch gezogen zu werden, brauchen nicht jede Unwägbarkeit absichern. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern vertrauen, müssen nicht jeden Arbeitsschritt überwachen. Der Markt kann ohne ethische Elemente nicht funktionieren.“

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