Dienstag, Juni 07, 2011

Das „komponierte“ Evangelium nach Johannes


Alle Evangelien sind nicht nur und einfach chronologische Berichte vom Leben und Sterben Jesu, sondern sie haben einen bewusst gestalteten Aufbau und Ablauf, eine Komposition und Struktur, die auf eine Mitte, eine zentrale Botschaft zielen. Bei Johannes ist diese Mitte das Wort von Jesus: Ich bin die Auferstehung! Darauf folgt die Auferweckung des toten Lazarus, die das grösste der sieben ausgewählten Zeichen ist und ein starker Hinweis auf Jesu eigenen Tod und seine Auferstehung, auch zu unserer Rettung und Befreiung!

Absicht der sieben Zeichen von Jesus:
Jo 1,14: Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als (des) Einziggeborenen vom Vater, voll von Gnade und Wahrheit.

1. Zeichen: Weinwunder an der Hochzeit in Kana
Jo 2,1-11: Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort... Als Anfang der Zeichen tat Jesus dieses in Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.


2. Zeichen: Heilung des Beamtensohns bei Kana oder Kapharnaum
Jo 4,48-54: Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, keinesfalls werdet ihr glauben. Sagt zu ihm der königliche (Beamte): Herr, komm herab, bevor mein Kind stirbt! ... Dies aber tat Jesus wieder als zweites Zeichen, (als er) aus Judäa nach Galiläa gekommen (war).


3. Zeichen: Heilung eines Kranken am Teich Betesda vor der Stadt Jerusalem
Jo 5,5-18: Aber ein Mann war dort, achtunddreissig Jahre hatte er seine Krankheit.... Aber Jesus antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Deswegen nun suchten die Juden ihn (noch) mehr zu töten, weil er nicht nur den Sabbat abschaffte, sondern auch Gott seinen Vater nannte, sich (also) Gott gleich machte!

4. Zeichen: Brot- und Fischwunder am See Genezaret
Jo 6,3-15: Jesus ging aber hinauf auf den Berg, und dort setzte er sich mit seinen Jüngern. Aber das Passa, das Fest der Juden, war nahe. Jesus hat nun die Augen aufgehoben und hat gesehen, dass eine zahlreiche Menge zu ihm kommt. (Er) sagt zu Philippus: Woher sollen wir Brote kaufen, damit diese essen können?... Die Leute nun, die gesehen hatten, welches Zeichen er getan hatte, sagten: Dieser ist wahrhaftig der in die Welt kommende Profet! Jesus nun, (als er) bemerkt hatte, dass sie kommen wollten und ihn ergreifen, damit sie (ihn) zum König machten, entwich wieder auf den Berg, er allein.

5. Zeichen: Jesus ging auf dem See Genezaret
Jo 6,19-21: (Als sie) nun etwa fünfundzwanzig oder dreissig Stadien gefahren (waren), sehen sie Jesus auf dem See wandeln und nahe an das Boot kommen, und sie gerieten in Furcht! Er aber sagt zu ihnen: Ich bin (es), fürchtet euch nicht! Da wollten sie ihn ins Boot nehmen, und sofort befand sich das Boot an dem Land, zu welchem sie hinfuhren.

6. Zeichen: Heilung eines Blindgeborenen in oder bei Jerusalem
Jo 9,1-7+35-41: Und (als er) vorüberging, sah er einen Mann, (der) blind seit Geburt (war).... Von den Pharisäern hörten (einige) dies und sagten zu ihm: Sind wir etwa auch blind? Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen, (deshalb) bleibt eure Sünde!

Wirkung der sieben Zeichen von Jesus:
Jo 10,41+42: Und viele kamen zu ihm und sagten: Johannes hatte zwar keine Zeichen getan, aber alles, was er gesagt hatte über diesen, war wahr! Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.

7. Zeichen: Auferweckung des Lazarus in Betanien bei Jerusalem
Jo 11,1+17-27+38-47: Aber einer war krank gewesen, Lazarus von Betanien, aus dem Dorf (der) Maria und Marta, ihrer Schwester.... Viele nun von den Juden, (die) zu Maria gekommen (waren) und gesehen hatten, was er getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.


Oblicht Kapelle in Giova GR

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2 Comments:

Blogger Freiwirtschaftler said...

„Der Mensch sinkt, wenn er einmal sinkt, immer unter das Tier.“

Friedrich Nietzsche (Wie man wird, was man ist)

Wo ist eigentlich das Paradies geblieben? Tatsächlich befinden wir uns noch immer mitten darin, aber wir sehen es nicht. Wir können es nicht sehen, weil Heerscharen von Schweinepriestern uns erzählen, das Paradies sei ein „Obstgarten“, in dem es Verbote einzuhalten gilt, die gar nicht einzuhalten sind. Diese Lüge verbreiten die Priester seit Jahrtausenden; zuerst, weil sie uns belügen mussten, und später, weil sie nicht mehr anders konnten. Das Lügen wird zur Gewohnheit, wenn die Wahrheit längst vergessen und die Lügerei umso besser bezahlt ist, je höher das Lügengebäude wird, das mit verbogenen Balken gerade noch errichtet werden kann.

Unser schöner Garten Eden wurde zu jener „modernen Zivilisation“, in der das Lügen mittlerweile so gut bezahlt wird, dass die ehrliche Arbeit es kaum noch tragen kann.

Alles begann mit der Erbsünde. Als noch niemand wusste, wie der Himmel auf Erden zu gestalten ist, in der niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer erzielen kann, durfte das arbeitende Volk nicht wissen, dass im Privatkapitalismus ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg unvermeidlich ist. Priester wurden verpflichtet, allen Zinsverlierern zu erzählen, die Marktwirtschaft sei ein „Obstgarten“ und manche Früchte seien eigentlich verboten aber wohl in der Praxis nicht zu vermeiden. So verschaffte die Erbsünde denen ein Auskommen, die außer lügen nichts gelernt hatten.

Problematisch wurde es erst, als ein Prophet erklärte, dass mit konstruktiv umlaufgesichertem Geld der Allokationsmechanismus zwischen Kreditangebot und Kreditnachfrage erhalten bleibt, auch ohne dass das Finanzkapital mit dem Urzins belohnt werden muss, damit es rentable Sachkapitalien gebiert. In diesem Fall wäre das Kreditangebot mit der Summe aller Ersparnisse identisch, der Geldkreislauf stabil, der Geldverleih gerecht, jede Geldbewegung intelligent, jeder Anspruch auf Geld gesichert, und Gott würde nicht mehr gebraucht.

Das Paradies von der Erbsünde befreien und das auch noch ohne Verbote? Diese „Unverschämtheit“ konnte man nicht durchgehen lassen, denn dann würden sogar die Lügner wieder von ehrlicher Arbeit leben müssen.

So wurden alle Priester zu Schweinepriestern; und alle, die nicht gestorben sind, belügen uns noch heute: http://www.deweles.de/willkommen/himmel-und-hoelle.html

Mittwoch, 8. Juni 2011 um 00:56:00 GMT-7  
Blogger pietro flucco said...

Lieber Freiwirtschaftler,
bitte in Zukunft doch nur Kommentare, die sich wirklich auf den jeweiligen Blog-Beitrag beziehen.
Ansonsten empfinde ich dies als Missbrauch meines Blogs, denn nichts bezieht sich inhaltlich darauf. So werde ich diese Beiträge löschen müssen! Danke fürs Verständnis.

Mittwoch, 8. Juni 2011 um 13:54:00 GMT-7  

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