Montag, Oktober 25, 2010

Selig sind die Armen


Im Lukasevangelium fängt die Berglehre Jesu mit "Selig sind, die arm sind, denn das Reich Gottes ist euer". Dies ist wie ein Eingangstor zur Botschaft Jesu, bei der es zentral um den Vater im Himmel und sein Reich geht. Matthäus präzisierte diese Aussage noch, indem er schrieb: "Selig sind, die geistlich arm sind, denn das Himmelreich ist ihrer". Jesus verherrlichte also nicht einfach Armut, so wie er auch nicht Hunger und Tränen a priori bevorzugte. Armut, Hunger und Trauer wurden von ihm begrüsst, wenn sie im Zusammenhang mit der Beziehung zu Gott stehen. Gott gegenüber sind wir wirklich arm, weil wir von ihm getrennt und isoliert sind. Das ist die eigentliche Definition von Sünde. Diese geistliche Tatsache muss ich einsehen, dieser Trauer muss ich mich stellen. Denn ich lebe nicht aus meiner Leistung und meinem Vermögen, sondern aus Gnade und Gottes Beziehung zu mir! Das ist die Grundlage für Gottes tröstenden Geist "ruach" und seine unerklärliche Gegenwart "schechina".

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