Sonntag, Juni 29, 2008

Tabus: Wein, Schwein und Homosexualität (Seiten 445-464)

In allen islamischen Ländern sind alkoholische Getränke erhältlich. Reiche trinken Schmuggelware, Arme stellen selber Alkoholika her. Zuerst pries Muhammad den Wein, später missbilligte er ihn, schlussendlich verbot er ihn. Die vorislamische Poesie beschrieb die Freude am Trinken, ebenso war es noch nach Ankunft des Islams. Man kann auch sagen, dass Literatur, Philosophie und Wissenschaft trotz des Islam noch florierte, so zum Beispiel Abu Nuwas, der 750-814 lebte.

Schweinefleisch wurde und wird als ekelerregend angesehen, sein Genuss ist ein Greuel. Muhammad war aber kein systematischer Denker, sondern er befasste sich nur mit konkret auftretenden Problemen. Er hatte den Eindruck, dass Juden zu viele Verbote besässen.
Schweine, die ursprünglich aus China stammten, wurden 9000-6000 vChr durch die Sumerer gezähmt. Teilweise wurde sie als göttlich angeschaut, deshalb gab es erste Essverbote. Zudem waren sie für Hirten ungeeignet und kamen daher in Arabien selten vor.

Homosexualität war ein persisches Laster, die auch von Abbassiden praktiziert wurde und im vorislamischen Arabien bekannt war . Der Qur’an selber ist leicht negativ oder zweideutig, aber die Hadithe und Ueberlieferungen sind jedoch klar und schroff dagegen. Hanbal, der eine Rechtsschule begründete, forderte den Tod durch Steinigung, andere begnügten sich mit hundert Peitschenhieben.

Abschliessende Beurteilung von Muhammad (Seiten 466-474)
Muhammad war zweifellos eine grosse historische Persönlichkeit. Er beanspruchte für sich selbst nie Vollkommenheit und Unfehlbarkeit, er war fähig zu Selbstkritik und Fehlerbewusstsein. Er hatte Charme und Charisma, die Zuneigung und Ergebenheit weckte. Er war ein genialer militärischer Anführer, Staatsmann und Diplomat.
Montgomery Watt, ein Islambewunderer, drückte sich ungefähr so aus: „Er besass Sehergabe und entwickelte Ideensystem Religion statt Stamm, was friedliche Gemeinschaft ermöglichte. So war Islam vereinigendes Prinzip dieser Gesellschaft, in der Gleichheit aller Gläubigen vor Allah galt. Muhammad aber lebte nicht immer seiner Lehre entsprechend.
William Muir war schon etwas kritischer: „Der Djihad leitete kriegerische Energien nach aussen gegen die Nichtmuslime. Muhammad war aufrichtig, aber falsch und unmoralisch und täuschte sich selbst. In späterer Zeit fabrizierte er bewusst „Offenbarungen“ zum eigenen Vorteil. Unter dem Deckmantel der Gutheissung des Allmächtigen wurden Schlachten geschlagen, Hinrichtungen angeordnet und Gebiete angeeignet... Persönliche Vergünstigungen wurden befürwortet, viele Frauen, Affären und Leidenschaft gerechtfertigt.

Moralische Reformen
Positiv bei Muhammad war die Abschaffung des lebendigen Begrabens weiblicher Säuglinge, negativ waren die Stellung der Frau, die Kinderehen, das Blutvergiessen, das die Tore des Paradieses öffnen soll. Warraq kann Muhammad deshalb nicht auf dieselbe moralische Stufe wie Sokrates, den Buddha, Konfuzius oder Jesus Christus einordnen. Zudem schloss Qur’an als buchstäbliches Wort Gottes intellektuelle Ideen und Gedankenfreiheit aus.

Der Islam im Westen (Seiten 475-486)
Franzosen treten Muslimen heute im allgemeinen entschlossener entgegen als Briten. Mervyn Hiskett hat im englischsprachigen Raum mit seinem Buch „Some Turn to Mekka to Pry, Islamic Values an the Modern World“ einiges ausgelöst und nachgeholt.
Warraq meint: „In England beleidigen Muslime Christen, während sie wütend werden, wenn der Islam kritisiert wird. Die Auswirkungen muslimischer Forderungen auf die britische Bevölkerung sind erheblich: moralische Verarmung und Vergeudung sozialer und moralischer Errungenschaften. Multikulturalisten sind unfähig, kritisch zu denken, und in einem tieferen Sinn sind sie noch rassistischer als die bekämpften Rassisten.

Multikulturalismus ist nicht fähig zu Kulturkritik oder zu kulturübergreifenden Beurteilungen. Denn (fremde) Bräuche, Traditionen und Werte sind nicht sakrosant. Der Westen ist berechtigt zum Kampf und zur Verteidigung seiner Gesetze mit intellektuellen Mitteln.
Für die Schule sei “ein höflicher Agnostizismus“ hilfreicher als „ein zeremonieller Multikulturalismus“. Nur ein strikt säkulares Erziehungssystem führe zur Integration, an den Islam seien keine Konzessionen zu machen.

Verrat der Intellektuellen
Gemeinsame nationale Identität sei ein wesentlicher Teil eines Staatsbürgertums. Es gelte Landesstolz und kulturelle Unterschiede zu respektieren. Westliche Demokratien. .. sind wohlhabendste... freieste, toleranteste und am wenigsten repressive grosse Gesellschaften.
Warraq plädiert am Schluss für eine liberale Militanz oder einen militanten Liberalismus zugunsten derer, die Freiheit schätzen.

Verzeichnis arabischer Sachbegriffe (Seiten 488-490)
Ein kurz gehaltenes, aber präzises Verzeichnis arabischer und einiger hebräischer Begriffe. Es geht von „abd“: Sklave, Knecht; häufig bei der Bildung von Namen verwendet, wie etwa: Abdullah – Knecht Gottes. Bis „zindiq“: (plural: „zanadiqa“): Dualist, Ketzer.

Ausgewählte Bibliographie (Seiten 508-514)
Diese umfangreiche Bibliographie beinhaltet schwerpunktmässig folgende Autoren:
· Bat Ye’or
· Bousquet, G. H.
· Crone P(atricia)
· Goldziher I(gnaz)
· Hume D(avid)
· Hurgronje, Snouck, C.
· Lewis B(ernard)
· Margoliouth, D.S.
· Nicholson, R.A.
· Rodinson M.
· Russell B.
· Schacht J.
· Von Grunebaum, G.E.
· Watt, W. Montgomery
· Wells, G.A.
· Zwemer, S.

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