Samstag, Mai 24, 2008

Ibn Warraq: Warum ich kein Muslim bin

Ibn Warraq ist ein Pseudonym für einen ehemaligen Muslim, 1946 in Indien geboren, der sich vom islamischen Glauben abgewandt hat und Argumente liefert, weshalb er kein Muslim mehr sein kann. Er hat in Grossbritannien studiert und lebt heute in den USA. Sein Buch „Warum ich kein Muslim bin“ ist im Jahr 2004 im Matthes & Seitz-Verlag in Berlin erschienen. Es wurde von Abu Al-Adjnabi aus dem Amerikanischen (Why I am not a Muslim. Prometheus New York 1995) übersetzt und bietet auf 522 Seiten sehr viel kritische Informationen zu Geschichte, Lehre und Praxis des Islam.
Es ist mehrheitlich gut verständlich, verlangt aber vom Lesenden etwas Ausdauer und auch grundlegende Kenntnisse über den Islam, um seine Argumente, Thesen und Zitate beurteilen zu können.

Mit der Rushdie-Affäre steigt der Autor ein auf Seite 22, denn dies muss ein Schlüsselerlebnis für Warraq gewesen sein. Am 14. Februar 1989 verhängte der iranische Ayatollah Khomeini seine berüchtigte „Fatwa“ gegen Salman Rushdie. Denn Muslime glauben, dass der Qu’ran buchstäblich das Wort Gottes sei, und der „Jihad“ ist der Glaubenskrieg gegen die, die nicht an die Sendung Muhammads glauben oder sie in Frage stellen. Viele Personen im Westen, sogar Intellektuelle, waren gleichgültig oder zeigten gar Verständnis für die islamische Seite. Das bezeichnet Warrag als Verrat.
Er skizziert eine andere Sicht, die der wissenschaftlichen und kritischen Betrachtung des Islam. Denn „Wissenschaft geht von kritischem Denken, Beobachtung, Folgerung und Ergebnissen aus“. Dabei ist er nicht allein: Schon Ibn Kommuna, ein jüdischer Philosoph und Arzt hat 1280 „Untersuchung der drei Religionen“ geschrieben und dabei Muhammad Originalität aberkannt. Schon damals geschah Konvertierung zum Islam oft aus Angst und Machtstreben.
Und David Hume meinte: „Der Koran ist ein wilder und absurder Auftritt. Wenden wir uns seiner (Muhammads) Geschichte zu, dann werden wir alsbald bemerken, dass er solche Exempel von Betrug, Unmenschlichkeit, Grausamkeit, Vergeltung und Borniertheit mit Lob überhäuft, die mit einer zivilisierten Gesellschaft völlig unvereinbar sind. Es scheint kein unumstössliches Rechtsprinzip zu geben...“

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