Samstag, Oktober 12, 2013

Richard Dawkins: Wo es Bildung und Wohlstand gibt, wirds schwierig mit der Religion

Richard Dawkins hat am 7. Oktober 2013 eine erstaunlich grosse und prominente Plattform im schweizerischen "Migrosmagazin" erhalten, obwohl er mit seinen Thesen zur Religion äusserst umstritten ist und polarisiert. Nicht alles, was er dabei sagt, ist falsch; aber er behauptet auch einiges, wovon er kaum genug versteht und es plakativ behauptet, ohne Belege vorzulegen, zum Beispiel über die Religion in der Gegenwart. Das Kernproblem bei Dawkins ist, dass er als Naturwissenschaftler zu oft philosophische Aussagen macht und damit die Grenzen der Naturwissenschaften überschreitet. Das kam bereits zu früheren Zeiten selten gut! Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn Theologen und Philosophen über naturwissenschaftliche Erkenntnisse urteilen, ohne sie wirklich zu verstehen. Auch da überschreiten sie bald einmal ihre Fähigkeiten und Kompetenzen. Gerade deshalb gäbe es im englischsprachigen Raum Personen, die beides studiert haben und deshalb zu Naturwissenschaft und Theologie etwas zu sagen hätten. John Polkinghorne und Alister McGrath wären kompetentere und differenzierte Gesprächspartner zu diesen Themen. Der 83jährige John Polkinghorne, Quantenphysiker und anglikanischer Theologe und Priester hat treffend gesagt: "Religion ohne Naturwissenschaft ist begrenzt; ihr misslingt es, für die Wirklichkeit völlig offen zu sein. Naturwissenschaft ohne Religion ist unvollständig; es misslingt ihr, das tiefste mögliche Verstehen zu erreichen."

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